Schamanismus heute

27.11.2014

schamanHeute

WINFRIED PICARD, SYLVIA WOHLFARTER (Hrsg.): Schamanismus heute – Aktuelle Beiträge aus Praxis und Forschung

Schamanismus präsentiert sich auch in unseren so genannten westlichen Gesellschaften lebendig, vielfältig und praxisrelevant. Dies stellt ´Schamanismus heute. Aktuelle Beiträge aus Praxis und Forschung´, herausgegeben von Winfried Picard und Sylvia Wohlfarter, unter Beweis.

Das Buch, an dem u.a. verschiedene Fakultätsmitglieder der FSS Europa mitwirkten, spannt einen Bogen von grundlagenorientierter Forschung über die Diskussion essentieller Konzepte bis hin zu Experimenten zu spezifischen schamanischen Praktiken. Beiträge zu Themen wie ´Kraft´, ´Seele´, ´Animismus´ oder ´Zwischenwelten´ sind darin ebenso zu finden wie Artikel zum Totentanz, dem schamanischen Theater, der Schwarmbildung oder der Dunkelheit. Auch Fragen zur Relevanz des Schamanismus im 21. Jahrhundert und zu etwaigen Schnittflächen mit den wissenschaftlichen Disziplinen Medizin oder Physik werden behandelt. 
 

Persönlich geschrieben, auf Grundlage der eigenen Erfahrungen, zeigt diese Veröffentlichung die theoretische wie praktische Breite des Schamanismus auf, die ihn so wertvoll auch für uns, hier und heute, macht. Es ist ein Buch von Schamanisch Praktizierenden für Schamanisch Praktizierende.

Gewidmet Paul Uccusic.

 

Im Folgenden finden Sie eine Leseprobe:

Den Schamanismus muss man selbst erfahren, man kann, wie überhaupt im Leben, nicht viel von den Erfahrungen anderer lernen. Möglicherweise kann es einem jedoch helfen zu wissen, dass dieser magische Weg keine Gerade ist, sondern ein gewundener Pfad über hohe Berge und durch tiefe Täler, wo die Natur stark ist und man eben nicht mogeln kann.

Am Anfang unserer schamanischen Erfahrung gebären wir uns selbst in neue Welten, die sich auf schamanischen Reisen auftun. Wir bekommen Kontakt zu helfenden Geistwesen. Es ist, als schleiche sich Zauberkraft in unser Leben. Wir erlauben uns endlich, wieder wie Kinder zu sein, die nicht dauernd nachdenken, sondern sich dem Leben öffnen und hingeben.

Viele Leute entdecken den Schamanismus bei der Foundation for Shamanic Studies. Die zwei Tage im Basisseminar sind oft wegweisend. Das Entdecken der mitfühlenden Geister lässt ihre Kraft erleben. Erstaunen stellt sich ein. Die von ihnen angebotene Hilfe kann schnell erstes Vertrauen schaffen.

Angesichts der neuen Erfahrungen können die Stimmungen durchaus wechseln. Enthusiasmus kann sich breit machen, aber auch Zweifel und Unglaube. Die Zweifel haben durchaus Berechtigung, weil sie vor der Vernachlässigung des Alltagslebens bewahren. Die schamanischen Erfahrungen müssen nämlich als eigener Erlebnisraum abgrenzbar sein.

Ein Schamane, eine Schamanin steht im Lebensraum verankert und kann anderen beistehen, weil er oder sie mit Kraft gefüllt und im Stande ist, sich immer wieder in einer Harmonie einzufinden, in der große Konflikte verebben und Lebensfreude genährt wird.
(Ulla Strässle, ´Andererseits´, S. 21f.)



248 Seiten, gebunden,
ISBN 978-3887552480, Param, € 23,40
Auszug mit freundlicher Genehmigung des Param-Verlags, Ahlerstedt

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